Der Erich-Keller und seine Geschichte

Der Bierbrauer und Bäckermeister Georg Heinrich Windisch gründete im Jahr 1718 eine Brauerei am Alstädter Kirchenplatz 6. Aus diesem Jahr stammt auch der Keller, dessen Gewölbe über 500 Meter durch den Berg hindurch führt, sodass von Teichen auf der gegenüberliegenden Seite des Berges Eis gebrochen und eingelagert werden konnte. Bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein wurde dann in dem Kellergewölbe Bier zum Reifen gelagert, da hier durch das eingelagerte Eis das ganze Jahr über konstant niedrige Temperaturen herrschten.

Am 21. April 1755 beschloss der Stadtrat, den Erlanger Pfingstmarkt, der bis dahin in der Altstadt abgehalten worden war, ab Pfingstdienstag für drei Tage am Altstädter Schießhaus durchzuführen, wo die Schützen gleichzeitig ihr Vogelschießen abhielten. Zu einer weiteren Attraktion des neuen Jahrmarkts wurden bald die Felsenkeller am Burgberg, an denen kühles Bier ausgeschenkt wurde.

Die Familie Erich kam im Jahre 1848 in den Besitz der Brauerei Windisch und wurde Namensgeber für den Keller, der bis heute als ERICH-KELLER bekannt ist. Seit dieser Zeit spielt er eine bedeutende Rolle und ist der eigentliche Mittelpunkt des „Erlanger Berchs“.